
MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik)

Naturwissenschaften und Technik prägen unser Leben
Sie spielen bei allen großen Herausforderungen der Menschheit eine zentrale Rolle – von der Bekämpfung des Klimawandels, über die Sicherstellung der Kreislaufwirtschaft bis hin zur erfolgreichen Reise durchs digitale Zeitalter. Sie sind die Quelle innovativer Produkte und Dienstleistungen und damit das Fundament unseres Wohlstandes.
MINT-Kompetenzen eröffnen Chancen für junge Menschen
Mit zunehmender Technologieorientierung wächst auch die Nachfrage und Bedeutung von MINT-Kompetenzen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik), sowohl am Arbeitsmarkt als auch im Bildungsbereich. Während der MINT-Arbeitsmarkt boomt, steigt der Fachkräftemangel in diesem Bereich. Was für Industrie und Wirtschaft zur immer größeren Herausforderung wird, stellt gleichzeitig eine enorme berufliche und persönliche Chance für junge Menschen – für Mädchen und Burschen gleichermaßen – dar.
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Plastic Planet
MINT-Projekt im Schuljahr 2025/2026
Mittelschule Gramatneusiedl | 1. Klasse
Ein Projekt zum Entdecken, Forschen und Gestalten
Im Schuljahr 2025/2026 beschäftigte sich eine erste Klasse der Mittelschule Gramatneusiedl im MINT-
Projekt „Plastic Planet“ mit Kunststoffen und möglichen Alternativen. Die Schülerinnen und Schüler
gingen der Frage nach, wo Plastik in ihrem Alltag vorkommt, wie Kunststoffe hergestellt werden und
welche Auswirkungen sie auf die Umwelt haben können. Das Thema wurde aus verschiedenen
Blickwinkeln betrachtet und mit praktischen Aufgaben verbunden.
Den Einstieg bildete eine Exkursion ins Technische Museum Wien. Bei einer Aktionsführung durch die
Sonderausstellung „Plastic Fantastic“ lernten die Kinder unterschiedliche Exponate und
Einsatzbereiche von Plastik kennen. Im anschließenden Workshop gossen und bauten sie selbst ein
kleines Gummirad. Dabei konnten sie beobachten, wie ein Werkstoff verarbeitet und zu einem
Gegenstand gestaltet wird.
Zurück im Unterricht sah die Klasse Werner Bootes Film „Plastic Planet“. Die Kinder hielten Fragen
zum Film fest und formulierten eigene Fragen an den Regisseur. Sie wollten unter anderem wissen, ob
und warum Plastik für Tiere gefährlich sein kann und aus welchen Ausgangsstoffen Kunststoffe
hergestellt werden. Um Antworten zu finden, recherchierten sie Informationen und setzten sich damit
auseinander, wie man Wissen zu einer Fragestellung sammelt und verständlich zusammenfasst. Damit
wurde auch der Bereich Informatik durch Recherche und Informationsarbeit einbezogen.
Ergänzend bearbeitete die Klasse ein Arbeitsblatt zum Thema Polymere. So setzten sich die
Schülerinnen und Schüler auch im Unterricht mit dem Begriff und seiner Bedeutung im Zusammenhang
mit Kunststoffen auseinander.
Ein Schwerpunkt des Projekts war das eigene Herstellen von Bioplastik. Die Schülerinnen und Schüler
experimentierten mit verschiedenen Zutaten und veränderten zum Beispiel die Menge des Glycerins.
Sie wogen die Stoffe ab, dosierten sie genau und verglichen unterschiedliche Mengen und
Mischungsverhältnisse. Dabei kamen mathematische Fähigkeiten wie Messen, Wiegen, Ordnen und
Vergleichen zum Einsatz. Während des Erhitzens beobachteten die Kinder, wie sich die Masse
veränderte, und hielten ihre Beobachtungen fest. So verbanden sie genaues Arbeiten mit
naturwissenschaftlichem Forschen.
Anschließend verglichen die Kinder das selbst hergestellte Bioplastik mit Kunststoffen aus dem Alltag.
Sie suchten im Klassenraum Gegenstände aus Plastik und überlegten gemeinsam, welche davon sich
vielleicht durch Gegenstände aus anderen Materialien ersetzen ließen. Dadurch wurde das Thema mit
der eigenen Lebenswelt verknüpft und die Frage nach möglichen Alternativen weitergeführt.















